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Ford A Pickup Restaurierung April 2002

Wichtiger als in der Werkstatt arbeiten - Der Oldtimer Teilemarkt in Fribourg. Es handelt sich hier um die grösste Veranstaltung in der Schweiz und für diejenigen welche noch nie da waren ein kleiner Tipp: Früh aus den Federn oder in der Autokolonne stehen …

Die Veranstaltung ist in jedem Fall zu empfehlen!


Bei den im Vordergrund sichbaren Spänen handelt des sich nicht etwa um das Resultat einer normalen Bohrung sondern dies sind die Gewindeflanken eines Stehbolzen - doch schön der Reihe nach.

Bekanntlich sind mir beim Demontieren der Zylinderstehbolzen zwei davon auf Grund von Rost und Altersschwäche abgebrochen. Kein Problem habe ich gedacht und mit der Bohrmaschine ein 5 mm Loch in den verbliebenen Stumpf gebohrt. Das Loch mit Rostlöser aufgefüllt und während 1-2 Wochen einwirken lassen. Nun war die Zeit gekommen und ich wagte einen ersten Versuch mit dem Linksausdreher. Leider musste ich aufgeben, denn nichts bewegte sich und das Risiko den Ausdreher in der Bohrung abzubrechen war mir zu gross. Guter Rat war nun teuer und ich wagte einen letzten Versuch.

Ich wollte den abgebrochenen Bolzen bis auf den Kerndurchmesser des Gewindes aufbohren. Um dies zu machen musste ich ein präzises Loch in der Bolzenmitte anbringen können. Dazu war mir ein Stabschleifer mit entsprechendem Fräser hilfreich um die Lage der Bohrung zu korrigieren wenn sie nicht mehr genau in der Mitte lag. In 0,5 mm Schritten habe ich mich dem Kerndurchmesser von 9 mm genähert. Nun brauchte ich nur noch die Gewindeflanken mit Reissnadel und Zange aus der Bohrung zu ziehen. Geht dies nicht auf Anhieb, so hilft ein alter Stehbolzen, den man an der Spitze so anschleift, damit er als eine Art Gewindeschneider funktioniert und damit versucht das Gewinde zu 'reinigen'.
Wichtig ist auch dass die Bohrung 90 Grad zur Oberfläche angebracht wird, doch dies war in meinem Fall kein Problem da ich dazu eine Ständerbohrmaschine verwendet habe.

Abschliessend kann ich sagen, dass ich mit dem Resultat zufrieden bin und an den Innengewinden kaum noch Spuren zu sehen sind.

Hier sind ein paar der im April gefertigten Werkzeuge um diverse Lager aus- bzw. wieder einzupressen. Die entsprechenden Ideen dazu stammen aus diversen Reparaturhandbüchern.

Hier wird soeben der Lagerring an der Hinterachse (Differentialseite) ausgepresst.

Da das Oel im Differential den oberen Teil des Lagers nicht mehr erreichen konnte, sind im Lagerring massive Rostschäden feststellbar. Um solche Schäden zu vermeiden sollte man an einem eingemotteten Fahrzeug nicht nur den Motor regelmässig durchdrehen, sondern auch die Achsen und wie hier das Differential (Danach ist man immer schlauer …)


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