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Ford A Pickup Restaurierung März 2005

Diesen Monat wurden Teile wie Schwungradgehäuse und Schwungrad in Angriff genommen.

Im vorderen Teil des Motorblocks fehlte noch der Nockenwellenzahnraddeckel der nun montiert wurde.

Wichtig dabei ist dass man auf der Innenseite nicht vergisst den Bolzen samt Feder einzusetzten der dazu da ist, die Nockenwelle in ihrer Position zu halten. Sonst kann es passieren, dass sich die Welle im laufenden Betrieb nach vorne schiebt. Der Fehler sollte aber spätestens bei laufendem Motor hörbar sein.

In der Ansicht von unten sieht man, dass ich eine moderne Dichtung zum Abdichten der Kurbelwelle verwendet habe. Dabei ist zu beachten, dass man die Kontaktfläche zur Welle unbedingt poliert, damit die Gummidichtung nicht auf Grund einer rauhen Oberfläche zerstört wird.

Dieses Teil hat mich etwa 9 Stunden gekostet, bis ich es so eingebaut hatte wie ich es mir vorgestellt habe. Es handelt sich um das Schwungradgehäuse, welches auf der Rückseite des Motorblocks montiert wird. Dabei ist unbedingt darauf zu achten dass es 100% mit der Kurbelwellenachse fluchtet. Wird dieses Teil nicht sauber ausgerichtet, so kann dies später zu rauhem Motorlauf, defekten Lagern und weiteren unschönen Dingen führen. Deshalb mein Tipp sich bei der Montage und Ausrichtung genügend Zeit zu nehmen denn eine ungenaue Montage kann die ganze bisherige Arbeit zunichte machen.

Nicht vergessen, bei den oberen zwei Schrauben kommt noch der Träger für das Gasgestänge dazu.

Das Ausrichten des Teils geschieht primär durch Hufeisen Shims die ihr auf dem nachfolgenden Bild sieht, bei mir musste ich aber zusätzlich auch noch die Hauptdichtung auf der rechten Seite unterlegen. Dabei hat sich Backpapier bestens bewährt da es beständig ist gegen Fett und hohe Temperaturen. Ausserdem ist es nur 0,05 mm dick und somit ideal für feine Einstellungen. Aber vorsicht, ich habe dies auf der rechten Seite gemacht, wo sich das Nockenwellenlager befindet und falls dieses zuvor nicht abgedichtet wurde wie ich es gemacht habe, so wird diese Stelle später Oel verlieren.

Dies sind die vorher erwähnten Hufeisen Shims bei denen man experimentieren muss bis man die richtige Dicke gefunden hat.

Dies ist das Werkzeug mit dem ich 9 Stunden verbracht habe. Es handelt sich um ein gekröpftes Stahlprofil das auf der Kurbelwelle montiert wird (Achtung, zu lange Schrauben zerstören das Hauptlager!) und an der Aussenseite befestigt man eine Holzschraube mit gewölbtem Kopf. Diesen Kopf stellt man nun auf ca. 0,3 mm Abstand zum äusseren Rand des Schwungradgehäuses ein. Durch Drehen der Kurbelwelle kann man nun den Abstand des Schraubenkopfs zum Rand mit einer Fühlerlehre messen und aufschreiben. Nun spielt man das Ganze mit unterschiedlichen Dicken von Unterlagen durch, bis man einen fast gleichmässigen Abstand über die vollen 360 Grad hinbekommen hat. Ich hatte am Schluss einen Unterschied von 0,10 mm zwischen dem kleinsten und grössten Wert, besser kriegt man es vermutlich nicht hin. In den 9 Stunden hatte ich etwa 20 unterschiedliche Variationen durchgespielt, bis ich die richtige gefunden hatte … (Detailiert Infos zu diesem Thema folgen bald)

Nachden alle 6 Schrauben mit dem richtigen Drehmoment angezogen waren, wurden die unteren vier noch mit Sicherungsdraht gesichert.

Nun ging alles etwas schneller vorwärts, da alles passte. Bei der Montage des Schwungrades ist darauf zu achten, dass man es wieder gleich montiert wie es einmal war, was natürlich voraussetzt, dass man bei der Demontage mit einem Körner eine Markierung angebracht hat. Den Rundlauf der Kupplungsfläche habe ich anschliessend mit einer Messuhr gemessen und war bei mir mit +/- 0,01 mm perfekt (kein Wobbeln).

Als nächstes kommt nun die Kupplungsscheibe an ihren Platz. Dabei handelt es sich um ein modernes Exemplar. Gehalten wird sie von einem Zentrier-Werkzeug.

Nun folgt die Kupplungsdruckplatte welche ich auch wieder in der alten Position montiert habe.

Hat man kein Zentrier-Werkzeug zur Hand, so kann man die Kupplungsscheibe auch mit Hilfe des originalen Getriebeteils zentrieren, welches später an diese Stelle kommt.

Ich werde sobald ich dazu komme noch detailierte Infos zu den beschriebenen Themen unter 'Tipps & Tricks' bzw. 'Modifikationen' ablegen.




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