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Ford A - Modifikationen Lenksäule (7-Zahn 1928/29)

Lenksäule

Mein Ford A besitzt eine 7-Zahn Lenksäule die diverse Mängel aufweist welche von Ford nicht optimal gelöst worden sind. Aus diesem Grund habe ich sie an 4 Stellen modifiziert um einerseits die Lenkung leichtgängiger zu machen aber auch um zu verhindern dass sie Oel verlieren kann.

Die Ideen zu den Modifikationen stammen nicht von mir, sondern von Bob Barnes aus Stratford, Connecticut. Bob hat in der September / Oktober Ausgabe 2002 vom 'The Restorer' (Clubzeitschrift MAFCA) beschrieben was er gemacht hat um die vorhandenen Probleme zu beheben. Bob hat mich auch noch persönlich unterstützt indem er mir Pläne für die Bohrung der Nadellager zugeschickt hat. Many thanks Bob for your help and support!

Lenksäule

Drei der vier Modifikationen sind auf dem Bild sichtbar. Zuoberst auf dem Bild ist das Teil in dem sich das untere Gleitlager befindet mit einem O-Ring versehen worden, rechts davon wird ein Abschluss verwendet mit einem langen Rohr und unten auf dem Bild sind die verwendeten Nadellager sichtbar.

Lenksäule

Die vierte Modifikation sieht man hier wenn man in das Gehäuse schaut. Das originale Gewindeloch für den Schmiernippel (links) wurde geschlossen und dafür ein neues um 2,5 cm weiter rechts angebracht. Dadurch kann mehr Oel eingefüllt werden und die oberen Lager sind auch einwandfrei geschmiert.

Lenksäule

Da ich das Lager für das Lenksegment von Gleit- auf Nadellager umrüsten wollte, musste die Bohrung leicht aufgebohrt und gehont werden. Diese Arbeit liess ich in einer Werkstatt machen das es auf beiden Seiten keine 90 Grad Auflage gibt und das ganze genau ausgeführt werden muss.

Lenksäule

Oben sieht man die zwei Nadellager mit einer von mir angefertigten Distanzhülse und ganz rechts die neue Dichtung. In der unteren Reihe sind die ursprünglichen Gleitlager.

Lenksäule

Die Nadellager wurden anschliessend eingepresst.

Lenksäule

Hier sind beide bereits an ihrem Platz.

Lenksäule

Diese Distanzhülse wäre vermutlich nicht notwendig gewesen aber sicher ist sicher.

Lenksäule

Nun wird noch der Dichtungsring angebracht und fertig ist der erste Teil.

Lenksäule

Nun wird die Lenkspindel, Schnecke und die beiden Lager in das Gehäuse eingeführt.

Lenksäule

Beim unteren Lenkungslager wird durch mehr oder weniger Bronzedichtungen das axiale Spiel der Lenkspindel eingestellt.

Lenksäule

Ich habe das Lenkungslager insofern modifiziert, dass ich es mit einer zusätzlichen Nut versehen habe um einen O-Ring anzubringen.

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Ist das Spiel gleich Null aber die die Lenkspindel lässt sich noch drehen, so kann das Lenksegment eingesetzt werden.

Lenksäule

Bei diesem Deckel sollte man neben der Dichtung einen Gasket Sealer verwenden um das Teil 100% abzudichten.

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Damit später auch bei den Schrauben kein Oel austritt, habe ich die Gewinde mit Loctite eingestrichen.

Lenksäule

Nun kommt der Deckel darauf und das Spiel des Lenksegmentes wird eingestellt.

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Damit das Ganze auf der unteren Seite abgedichtet ist verwende ich den oberen Abschluss mit dem dünnen Rohr. Dieses Teil ist bei Bratton's erhältlich und verhindert zuverlässig dass kein Oel austreten kann. Unten im Bild seht ihr die ursprüngliche Lösung von Ford. Bei dieser Modifikation kann es nötig sein die Lenkspindel auf der unteren Seite leicht aufzubohren damit das Rohr problemlos hineinpasst.

Lenksäule

Was noch fehlt sind die zwei Regulierstangen für Gas und Zündung (nicht mit dem Blinker zu verwechseln …).

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Nicht vergessen die Stangen mit diesen Anti-Rattlern zu versehen damit später kein Klappern hörbar ist.

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Nun können diese 2 Hebel angenietet werden.

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Nun wird noch das Gehäuse mit 600er Oel aufgefüllt und ich bin zuversichtlich dass sich der zeitliche und auch finanzielle Aufwand für all die Modifikationen gelohnt haben.




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